Lastmanagement ist eine passive Energiemanagement-Funktion. Sie begrenzt den Verbrauch einer Ladestation anhand der verfügbaren Leistung im Gebäude.
Lastmanagement: Der Verbrauch der Ladestation wird durch die maximale Stromstärke der Gruppe begrenzt.
Dynamisches Lastmanagement: Die maximale Stromstärke der Gruppe verändert sich durch andere Geräte in der Gruppe, die Strom verbrauchen (Ofen, Wärmepumpe) oder erzeugen (Solarmodule). Ein Zähler erfasst diese anderen Geräte.
Lastverteilung: Die verfügbare Leistung der Gruppe wird auf mehrere Ladestationen oder Ladepunkte verteilt.
So nutzen Sie das Lastmanagement
Wird eine Energiemanagement-Gruppe erstellt, ist das Lastmanagement immer aktiv. Sie können den Lademodus der Gruppe auf Schnell stellen, dann dürfen die Ladestationen die maximale Leistung ziehen, die die Gruppe erlaubt. Auch in den Modi für PV-Überschussladen bleibt das Lastmanagement aktiv und hält die Gruppe unter ihrer maximalen Stromstärke. Das Lastmanagement begrenzt die Ladeleistung; es ist keine Schutzeinrichtung, die Installation braucht also weiterhin ihre eigenen Sicherungen und Schutzeinrichtungen.
Diese Einstellungen gelten pro Standort. Sie finden sie also in den Standorteinstellungen, nicht in den Einstellungen der Ladestation. Sie benötigen dafür die Smart-Lizenz.
App
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Gehen Sie zu Übersicht und tippen Sie auf Energiemodus.
Webportal
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Gehen Sie zu Standorte, öffnen Sie den Standort und gehen Sie zu Energie > Energiemanagement. Klicken Sie auf eine Gruppe, um ihren Lademodus zu ändern.
Wie das Lastmanagement funktioniert
Dynamisches Lastmanagement ist eine Technologie, die die Leistung Ihrer Ladestationen laufend anpasst. Das erlaubt insgesamt höhere Ladegeschwindigkeiten.
Für das dynamische Lastmanagement müssen wir folgende Größen kennen:
Netzanschluss: Wie viel Leistung verträgt die Hauptsicherung Ihres Gebäudes maximal, bevor sie auslöst?
Maximale Geschwindigkeit der Ladestation: Wie schnell könnte die Ladestation selbst laden, bevor ihre eigene Sicherung auslöst?
Übriger Verbrauch: Wie viel Leistung verbrauchen Sie im Gebäude neben der Ladestation?
Um Ihren übrigen Verbrauch zu messen, brauchen Sie einen Zähler, installiert an der Hauptsicherung Ihres Gebäudes.
Visualisierung
Beim Lastmanagement und Solarladen sprechen wir von A (Ampere), nicht von W (Watt). Die Kombination aus einer bestimmten Stromstärke und der Zahl der Phasen Ihres Autos oder Gebäudes ergibt folgende kW:
A | Eine Phase | Drei Phasen |
6 | 1,4 kW | 4,2 kW |
16 | 3,7 kW | 11 kW |
25 | 5,8 kW | 17,2 kW |
32 | 7,4 kW | 22 kW |
Sagen wir, Ihr Haus hat eine 25-A-Hauptsicherung. Ziehen Sie mehr als 25 A, riskieren Sie, dass die Sicherungen auslösen. Das ist also das rote Limit:
In diesem Szenario darf Ihre Ladestation mit maximal 20 A installiert sein. Ohne Lastmanagement sähe das so aus:
Nutzen Sie im Gebäude aber mehr Geräte als nur die Ladestation, verbrauchen Sie schnell zu viel. Schon Föhn oder Ofen würden das Maximum von 25 A überschreiten:
Um unter dem Limit zu bleiben, müssen wir wissen, wie viel Sie anderswo verbrauchen, über einen Zähler an der Hauptsicherung Ihres Gebäudes. Damit sehen wir den Gesamtverbrauch aller Geräte zusammen:
Bevor wir jetzt laden, gibt es noch einen begrenzenden Faktor: das Auto selbst. Die Ladestation mag mit 20 A installiert sein, Ihr Auto schafft vielleicht nur 16 A:
Jetzt können wir mit maximaler Leistung laden. So sieht das aus:
Ihnen fällt vielleicht auf, dass wir um 8:30 nicht laden, obwohl noch 5 A Luft sind. Der Grund: Ihr Auto braucht mindestens 6 A zum Laden. Das lässt sich nicht ändern, die Ladenorm legt dieses Minimum fest.
Außerdem halten wir in der Praxis etwas Abstand zwischen Hauptsicherung und Gesamtverbrauch. Für Fehlertoleranz, und um Ihre Sicherung nicht zu sehr zu belasten, ginge man in diesem Szenario real nur bis maximal 23 A.
Drei Phasen?
Hat Ihr Gebäude 3 Phasen, richtet sich die Ladestation nur nach der am stärksten belasteten Phase. Verbrauchen Sie viel auf Phase 2 und nichts auf Phase 1 und 3, lädt die Ladestation nur so schnell, wie Phase 2 es erlaubt, auch wenn die anderen Phasen mehr hergegeben hätten.
Mit einem 1-phasigen Auto wird es interessant. Was, wenn Sie Ihr Auto in diesem Szenario auf Phase 1 laden? Weil wir wissen, dass schnelleres Laden Phase 2 nicht belastet, können wir mit der maximalen Rate laden, die Phase 1 erlaubt, und Phase 2 ignorieren. Und steckt ein Besucher ein 3-phasiges Auto an, erkennen wir das und schalten schnell zurück auf die Prüfung aller Phasen.






